Hebammen Spezial


Top-Thema: Stillen.

Über 90% aller Mütter wollen ihr Kind nach der Geburt stillen. Aber leider klappt es nicht immer, wie sie es sich wünschen. Hier finden Sie wichtige Tipps zum richtigen Stillen und Anlegen. Außerdem nennt Hebamme Eva Schrauth die häufigsten Fragen stillender Mütter – und gibt die passenden Antworten.

 

Tipps zum richtigen Anlegen.

Die Mutter sollte ihrem Baby die Brust immer im C-Griff anbieten – mit den Fingern unter der Brust und dem Daumen über der Brustwarze. Dadurch kann sie ihre Brust stützen, ohne den Warzenhof zu berühren.

Beim Anlegen führt die Mutter die Brustwarze an die Lippen ihres Babys. Sobald es den Mund weit genug öffnet, schiebt sie den Kopf des Kindes sanft aber bestimmt an ihre Brust. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Baby an der ganzen Brustwarze saugt und einen großen Teil des Warzenhofes im Mund hat.

Um die Brustwarze zu schützen, sollte die Mutter ihr Baby nicht zu lange nuckeln lassen. Sobald das Kind fertig getrunken hat, kann die Mutter ihren kleinen Finger behutsam in seinen Mundwinkel schieben, um das Saugvakuum und das Baby von der Brust zu lösen.

 

 

 

Antworten auf die häufigsten Fragen stillender Mütter – von Hebamme Eva Schrauth.

 

Was ist bei einer Brustentzündung zu tun?

Eine Brustentzündung kommt zum Glück sehr selten vor und ist kein Grund mit dem Stillen aufzuhören. Allerdings ist es wichtig, die Entzündung schnell zu stoppen, da sie oft schnell voranschreitet. Wenn die Mutter starke, stechende Schmerzen fühlt oder gerötete, überwärmte und verhärtete Stellen an ihrer Brust feststellt, gilt es sofort zu handeln. Für den Notfall sollte die Mutter immer ein Pfund Quark im Kühlschrank haben. Ein kühlender Umschlag (bitte die Brustwarze aussparen) kann Schmerzen lindern und die Entzündung hemmen. Außerdem: unbedingt Bettruhe halten!

Als betreuende Hebamme können Sie der Mutter auch mit weiteren Hilfsmitteln wie Akupunktur, speziellen Umschlägen oder homöopathischen Substanzen helfen, die Entzündung zu stoppen und ihr Schmerzmittel empfehlen, die sich mit dem Stillen vereinbaren. Sollten sich die Beschwerden innerhalb von 48 Stunden nicht verbessern, muss der behandelnde Gynäkologe eingeschaltet werden, der dann ein Antibiotikum verschreibt. Aber keine Sorge, das Medikament schadet dem Kind nicht und die Mutter darf wie gewohnt weiterstillen.

Wie lässt sich ein Milchstau lösen?

Milchstaus entstehen oft zu Beginn der Stillzeit beim sogenannten Milcheinschuss – manchmal aber auch später, wenn der Abstand zwischen zwei Stillmahlzeiten sehr groß ist, oder wenn der Still-BH nicht richtig sitzt und die Brust einschnürt. Milcheinschuss setzt ab dem dritten bis fünften Tag nach der Geburt ein. Dadurch können die Brustdrüsen anschwellen und auf die Milchgänge drücken. Das erschwert das Abfließen der Milch, die Brust wirkt stark vergrößert, ist fest und manchmal auch überwärmt. Bei einem Stau muss die Milch zum Fließen gebracht werden. Das erreicht die Mutter am einfachsten unter der warmen Dusche.

Günstig wirken auch feuchtwarme Wickel, denen eventuell Ingwer oder Lavendel z. B. als Öl zugesetzt sind. Um die Schwellung zu reduzieren, sollte die Mutter ihre Brust außerdem nach jedem Anlegen ein wenig kühlen. Massage in Richtung der Brustwarze, sollte, wenn überhaupt, immer nur ganz leicht durchgeführt werden. Starkes Streichen, Quetschen oder Drücken vergrößern den Stau. Auch ein Abpumpen ist nur selten zu empfehlen. Es stresst die Mutter und verschlimmert die Probleme oft. Viel wichtiger ist, dass die Mutter zur Ruhe kommt.

Übertragen sich Medikamente auf die Muttermilch?

Stillende Mütter sollten sich nicht durch Ärzte verunsichern lassen, die bei jeder Medikamenteneinnahme sofort zum Abstillen raten. Natürlich gelangen Stoffe, die sich im Blutkreislauf der Mutter befinden, in unterschiedlicher Verfügbarkeit auch in ihre Muttermilch. Als betreuende Hebamme sollten Sie die Mutter daher sehr genau beraten, bevor sie ein Medikament einnimmt. Sichere und medizinische fundierte Hilfestellung bietet Ihnen dabei das pharmakologische Beratungszentrum der Charité in Berlin unter www.embryotox.de.

Worauf sollten Mütter beim Abpumpen achten?

Natürlich dürfen stillende Mutter auch abkömmlich sein und sich bei der Versorgung des Kindes helfen lassen. Sie sollten die ersten 8 Lebenswochen ihres Kindes aber als eine ganz besondere, geschützte Zeit sehen und ihr Wochenbett genießen. Viele Mütter funktionieren im Alltag ohne Unterbrechung weiter und belasten sich zu stark. Dabei vergessen sie, das eine Geburt ein ungeheurer Kraftakt ist, nach dem man Ruhe braucht – und Zeit, um sein Kind besser kennenzulernen. Falls die Mutter nach dem Wochenbett zur Rückbildung oder auch mal ins Kino will, steht dem Nichts entgegen. Als Hebamme sollten Sie der Mutter zeigen, wie das Abpumpen, Lagern und Aufwärmen von Muttermilch funktioniert und wie viel Muttermilch das Baby braucht. Das Baby kann mittlerweile gut aus der Brust trinken und lässt sich durch einmaliges Flasche geben nicht irritieren, wenn es die Ausnahme bleibt.

 

 

Stillratgeber für Mütter.

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie in unserem neuen Stillratgeber. Die Broschüre bietet Müttern viele nützliche Informationen rund ums Thema Stillen und Ernährung. Klicken Sie einfach mal rein.

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Hunger muss man stillen.

Stillen ist das Beste fürs Baby – und wir möchten, dass jede Mutter stillen kann. Basierend auf wissenschaftlichen Studien haben wir piùlatte plus mit dem einzigartigen Lacta-Plus-Komplex entwickelt. Das Nahrungsergänzungsmittel ist jetzt auch im Stillregal bei dm erhältlich.

Lacta-Plus-Komplex mit Vitaminen und patentiertem Silitidil®.

piùlatte plus enthält die Vitamine B12 und D3. Vitamin B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und unterstützt Mütter somit bei einer der größten Herausforderungen in der Stillzeit – Erschöpfung*. Vitamin D3 trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei und unterstützt Mütter auf diese Weise bei Ihrem besonderen Bedarf in dieser Zeit.

piùlatte plus enthält ergänzend Mariendistel-Extrakte. Mariendistel-Extrakte sind für den Körper jedoch nur bedingt verfügbar. Deshalb haben wir für piùlatte plus das patentierte Silitidil® entwickelt. Silitidil® verbindet Silymarin aus der Mariendistel mit einem körperverwandten Phospholipid. Dadurch wird die Verfügbarkeit der Mariendistel-Extrakte im Darm um ein Vielfaches erhöht und die Aufnahme verbessert.

Die Kombination aus den Vitaminen B12 und D3 und patentiertem Silitidil® ergibt den einzigartigen Lacta-Plus-Komplex.

*Quelle: Verbraucherbefragung lifecycle für Humana, Mai 2016

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Neues von der ANPI 2017.

Im April fand die 35. Jahrestagung des Arbeitskreises für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (ANPI) statt. Mehr als 350 Ärzte, Pflegekräfte und Hebammen trafen sich in Berlin zum fachlichen Austausch.

Highlights der Sitzung „Stillen und Ernährung“ unter dem Vorsitz von Professor Dr. Michael Abou Dakn, St. Joseph Krankenhaus Berlin und PD Dr. Frank Jochum, Ev. Waldkrankenhaus Berlin sind nachfolgend zusammengefasst.

 


Kolostrum – die erste Impfung, die nicht weh tut!

Das Kolostrum rege nicht nur die Darmtätigkeit an, sondern enthalte auch unzählige Immunglobuline – und sollte keinem Baby vorenthalten werden, betonte Doreen Johmann, Kinderkrankenschwester des St. Joseph Krankenhaus in Berlin. Daher habe das Team auf ihrer Neonatologiestation ein strukturiertes Vorgehen und Informationsfaltblatt für die frühe Kolostrumgewinnung entwickelt. Dazu gehöre Bonding ohne Zeitvorgabe, intensives Anleiten der Mutter zur Handentleerung der Brust sowie ein Hol- und Bringdienst für Kolostrum. Frühe Kolostrumfütterung kann insbesondere bei Kindern diabetischer Mütter das Risiko einer Hypoglykämie verhindern. Deshalb beginne die Kolostrumgewinnung bei diesen Müttern bereits präpartal ab der 37. SSW, berichtete die Hebamme Bettina Kraus, Laktationsberaterin des St. Joseph Krankenhaus.

 


Erfahrungsaustausch durch praktische Workshops

Mehr als 10 Workshops, wie Simulationstraining auf der pädiatrischen Intensivstation, Diagnostik mit Orbitalsonographie oder Signale Frühgeborener erkennen sorgten für einen intensiven Bezug zur Praxis. Dabei nutzten die Teilnehmer des Workshops Phytotherapeutika in der Schwangerschaft und Stillzeit den Fachdialog mit dem Ernährungswissenschaftler Dr. Michael Lohmann von der Humana GmbH. Bei typischen Schwangerschaftsbeschwerden würden Melisse, Hopfen, Baldrian oder Passionsblume häufig als sanfte Alternative empfohlen. Für Pflanzenextrakte gäbe es laut Experten aber nur selten randomisierte Studien. Ein positives Beispiel sei das Extrakt der Mariendistel Silymarin. Dieses ist als patentiertes Silitidil – eine Verbindung aus Silymarin und körperverwandten Phospholipiden – in Humana piùlatte plus für Mütter in der Stillzeit enthalten.

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Humana tut alles für eine leitlinien­gerechte Ernährung.

Bei der Frage nach der Zufütterung von gesunden Neugeborenen in den ersten Lebenstagen folgen wir den aktuellen Empfehlungen anerkannter Fachgesellschaften.

 

  • Stillen oder Muttermilch ist die Nahrung der ersten Wahl.

  • Jegliche Zufütterung zum Stillen sollte nur auf medizinische Indikation hin erfolgen (z. B. auffälliger Gewichtsverlust, Hypoglykämie, Exsikkose).

  • Falls eine Zufütterung nach dem Stillen in den ersten Lebenstagen erforderlich ist, kann dies mit abgepumpter Milch der eigenen Mutter, mit Säuglingsanfangsmilch oder mit hydrolisierter Säuglingsanfangsnahrung erfolgen.

Aktuell werden – vornehmlich in den Kliniken – zur Ernährung in den ersten Lebenstagen spezielle, nährstoffangereicherte Lösungen angeboten. Sie enthalten weniger Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate als herkömmliche Säuglingsanfangsnahrungen und sind in der Zusammensetzung unvollständig, da zahlreiche weitere Nährstoffe fehlen.

Humana hat sich gegen entsprechend nährstoffangereicherte Lösungen für die ersten Lebenstage entschieden. Der Einsatz dieser unvollständigen Lösungen in der Praxis führt dazu, dass wenige Tage nach Gabe dieser Nährlösungen eine Nahrungsumstellung auf eine komplette und damit vollwertige Säuglingsnahrung notwendig wird. Dieser Umstand gestaltet möglicherweise das Ernährungsmanagement des Säuglings komplizierter, als wenn gleich eine komplette Anfangsnahrung eingesetzt wird.


Experten­empfeh­lungen zum Zufüttern in den ersten Lebenstagen.

Zum Zufüttern von Säuglingsnahrungen sowie Glukose- und Kohlenhydratlösungen in den ersten Lebenstagen gibt es aktuelle Leitlinien. Wir haben die Empfehlungen der wichtigsten Fachgesellschaften für Sie zusammengestellt.

Grundsätzlich gibt es für gesunde und normalgewichtige Neugeborene nur wenige medizinische Indikationen, bei denen ein kurzfristiges Zufüttern nötig werden kann. Typische Gründe sind ein zu hoher postnataler Gewichtsverlust, Hypoglykämie sowie Anzeichen einer Exsikkose. Die Ernährung von untergewichtigen, kranken und frühgeborenen Kindern bedarf individueller ärztlicher Entscheidung.

In den Leitlinien und Empfehlungen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften besteht Konsens dazu, dass …

  • für reife, gesunde nicht dystrophe Neugeborene innerhalb der ersten 72 Stunden keine Gabe von zusätzlicher Flüssigkeit notwendig ist,

  • der Milchfluss in dieser Zeit in der Regel abgewartet werden soll,

  • jegliche Zufütterung nur auf medizinische Indikation hin erfolgen und auf das notwendige Minimum beschränkt werden sollte,

  • eine erforderliche Zufütterung nach dem Stillen mit abgepumpter Milch der eigenen Mutter, mit Säuglingsanfangsmilch oder mit hydrolisierter Säuglingsanfangsnahrung erfolgen sollte.

 

Aktuelle Empfehlungen im Überblick ...

Humana colimil plus. Bringt das Lächeln zurück.

Lächeln gut. Alles gut.

Ein Lächeln zeigt der Welt, dass es uns gut geht. Doch manchmal können wir nicht lächeln. Gerade in den ersten Lebensmonaten kann es aufgrund der typischen Unruhe zum Schreien kommen. Die Ursachen sind meist harmlos. Dennoch sind diese Phasen für Eltern sehr beunruhigend und einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim Kinderarzt, um Rat zu erhalten. Hier können bestimmte Pflanzen und andere Stoff e einen sinnvollen Beratungsansatz für Eltern und Kind darstellen.

Mehr Infos ...

TRI-FORMEL aus Kamille, Zitronenmelisse und tyndallisierten Milchsäurebakterien

  • Nahrungsergänzungsmittel mit einzigartiger TRI-FORMEL.

  • Kombiniert wertvolle Kamille und Zitronenmelisse mit Lactobacillus acidophilus (tyndallisiert).

  • Einfache Verwendung, guter Geschmack und stillverträglich.

Wir sind für Sie da.

Sie suchen Antworten auf medizinische Fachfragen, gratis Produktproben oder Materialien für Klinik und Praxis? Unser Expertenservice hilft Ihnen weiter. Natürlich können Sie alles auch direkt online anfordern – bei unserem kostenfreien Bestellservice.

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Expertenservice

Mo.–Fr. 9–17 Uhr
0421 243-26 222

Stillhinweis

Stillen ist die beste Ernährung für Babys. Säuglingsanfangsnahrungen sollten nur auf Rat von Kinderärzten, Hebammen und anderem medizinischen Fachpersonal verwendet werden.